Ausbildung von Hund und Halter zum Rettungshundeteam

 

Hundeausbildung:
Die Ausbildung zum Rettungshund braucht in der Regel zwei Jahre. Sie endet mit der bestandenen Hauptprüfung. Um das hohe Eignungsniveau des Hundes zu halten, muss darüber hinaus weiterhin regelmäßig mit ihm gearbeitet werden. Zudem werden im BRH alle Rettungshunde jährlich von einem externen BRH-Leistungsrichter überprüft. Nur die Rettungshunde, die die jährliche Wiederholungsprüfung bestehen, kommen zum Einsatz.

 


 An folgende Aufgaben wird der Hund während seiner Ausbildung herangeführt:
-Grundgehorsam
-Anzeigeübungen
-Gerätearbeit
-Geländearbeit
-Sucharbeit

Der Fortgang wird vom Rettungshundeausbilder akribisch begleitet. Die Zulassung zur Hauptprüfung erreicht der Hund erst nach der bestandenen Begleithundeprüfung und einer bestandenen Vorprüfung für eine der Sparten im Rettungshundewesen (Flächensuche, Trümmersuche, Mantrailing, Wasserortung, Lawinensuche).


Für die Rettungshundearbeit geeignet sind gesunde, robuste, ausgeglichene und sozial verträgliche Hunde. Die Rasse spielt eine eher untergeordnete Rolle; im Vordergrund stehen vielmehr psychische Anlagen, wie ein hoher Spieltrieb, eine gute Nasenleistung, Geräuschunempfindlichkeit, Ausdauer, Suchfreude und
zuverlässige Führigkeit. Bewährt haben sich Hunde mittlerer Größe insbesondere bei der Flächen- und Trümmersuche. Sehr kleine oder sehr schwere Hunde verfügen dagegen meist nicht über die erforderliche körperliche Ausdauer und Gewandheit.


Ausbildung des Hundeführers
Der Hundeführer wird mit seinem Hund zu einem Rettungshundeteam ausgebildet. Unter Anleitung eines Ausbilders der Staffel lernt er seinen Hund entsprechend zu führen. Er tritt mit seinem Hund zu den erforderlichen Prüfungen an, die sie als Team bestehen müssen. Mit der bestandenen Hauptprüfung erhält das Team die Zulassung an Einsätzen teilzunehmen. Ein Rettungshund darf jedoch nur zusammen
mit seinem Hundeführer eingesetzt werden - niemals ohne ihn. Weiterhin muss sich der Hundehalter folgende Kenntnisse und Fertigkeiten aneignen:

 

-Grundwissen über Hundehaltung, Kynologie
-Erste Hilfe (Mensch und Hund)
-Einsatztaktik, Suchtechnik
-Sprechfunkverkehr, BOS-Funk
-Karten- und Kompasskunde
-Trümmerkunde, Bergungstechnik, Knotenkunde
-Einsatzmanagement und -organisation

Grundsätzlich sollte der Hundehalter bereit sein, dafür viel Zeit mitzubringen. Das ganze Jahr hindurch wird einmal wöchentlich trainiert, monatlich findet ein Theorieabend statt. Erwartet wird natürlich vor allem, dass er als Rettungshundeführer und Suchgruppenhelfer jederzeit für Einsätze bereitsteht und stets erreichbar ist - über Funkmeldeempfänger, Telefon oder Handy. Er sollte ferner eine gute körperliche Konstitution haben, sowie Teamfähigkeit und Empathie besitzen im Umgang mit Menschen und Hunden. Zudem sollte er psychisch belastbar sein. Denn in einem Einsatz erwarten ihn mitunter Stress und leidvolle Situationen, die durchaus traumatisierend sein können.



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